Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen


„Ökonomie und Ökologie“

„Lebe einfach, damit andere einfach Leben können.“
(Mahatma Gandhi)
Anja-Regina Hausmann
WG 13/ 1

1. Definitionen
1.1. Ökologie
1.2. Energie
2. Fakten, die erschrecken   
3. Umdenken im Umgang mit Energien
4. Probleme und Vorteile der erneuerbaren Energien
5. Vorschläge alternativer Energien
5.1. Biomasse
5.2. Solarenergie
5.3. Windkraft
5.4. Erdwärme
5.5. Wasserkraft
6. Wie steht der Staat zu alternativen Energien?
6.1. Das Erneuerbare- Energien- Gesetz
6.2. Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien
6.3.Die Ökosteuer
6.4.Subventionen
7. Wie nimmt die Bevölkerung erneuerbare Energien auf?
8. Blick in die Zukunft



1. Definitionen


1.1.Ökologie

Der Begriff Ökologie stammt von der griechischen Bezeichnung „Oikos“ („Haus“) ab. Es ist also die, aus der Biologie hervorgegangene Wissenschaft, von den Beziehungen der Organismen untereinander sowie deren Verhältnis zur belebten und unbelebten Umwelt. „Die Ökologie wurden 1886 von dem Biologen Ernst Häckel als „Lehre vom Haushalt der Natur“ begründet.“  Der Ökologiebegriff bedeutet heute weit mehr als die Naturwissenschaft Ökologie. Er steht für eine neue Weltanschauung. Die Vorstellung vom unbegrenzten Wachstum und von der Herrschaft des Menschen über die Natur wurde als Irrtum erkannt. Die Ökologie hat also erkannt, dass die Natur Veränderungen nur in sehr begrenztem Maß verträgt und dass die Menschheit als ein Teil des globalen Ökosystems mit der Gefährdung der Natur auch sich selbst in ihrer Existenz gefährdet.

1.2.Energie

„Der Begriff Energie stammt von dem griechischen Wort „energeia“ ab, was soviel wie Tatkraft bedeutet. Demnach ist Energie die gespeicherte Arbeit oder Fähigkeit eines Körpers Arbeit zu verrichten.“  Energie begegnet uns tagtäglich in verschiedenen Formen. Energie kann sich in eine andere Form der Energie umwandeln. Dieser Vorgang wird im allgemeinen Energieerhaltungssatz festgehalten, welcher besagt, dass sich die einmal vorhandene Energie zwar vollständig oder zum Teil in eine andere Energieform umwandeln kann, die Summe aller auftretenden Energieformen aber immer den selben Wert behält. Diese Umwandlung der Energien geschieht durch Sonnenlicht, welches ebenfalls als Energieform auf die Erde kommt.


2. Fakten, die erschrecken

  • Ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu einer öffentlichen Energieversorgung.
  • Ein Durchschnitts- US- Amerikaner verbraucht jährlich etwa tausend Mal so viel Strom wie ein Afrikaner.
  • Eine Milliarde Menschen in den Industrieländern verbrauchen 60 Prozent der weltweit erzeugten Energie.
  • Fast fünf Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern kommen also mit nur 40 Prozent der Energie aus.
  • Weltweit werden zurzeit 14 Milliarden Tonnen Steinkohleeinheiten jährlich verbraucht, davon sind 90 Prozent fossilen Ursprungs, also Kohle, Öl oder Erdgas.
  • Ein Drittel des Stroms wird weltweit aus Kohle, ein Fünftel aus Erdgas und fast ein Zehntel aus Erdöl gewonnen.

3. Umdenken im Umgang mit Energien

Wir befinden uns im Jahre 1970, die Arabischen Länder drehen am Ölhahn und die Menschen der Industrienationen sind verunsichert. Explodierende Benzinpreise und drohende Energieknappheit sind die Folge. Es müssen alternative Energiequellen her, da ist sich die Bevölkerung einig. Zehn Jahre später schocken Atmosphärenwissenschaftler erneut die Welt. Dürren, Sandstürme, Unwetterkatastrophen, schmelzende Gletscher, über die Ufer tretende Flüsse und ein ansteigender Meeresspiegel der Teile der Länder mit Sicherheit unter sich begraben wird. Wie es dazu kommen soll in unserer ach so heilen Welt? Der Mensch hatte in -geologisch gesehen- kürzester Zeit fossile Energien wie Erdöl, Erdgas und Kohle verschwendet. Im untersten Teil der Atmosphäre bewirken nun diese, durch die Verbrennung entstandenen Gase, eine allmähliche Aufheizung. Erneut wird der Menschheit bewusst, dass sie auf erneuerbare Energien umsteigen müssen, wenn sie diesen Prozess aufhalten bzw. verlangsamen wollen.

Energie bedeutet Helligkeit, Wärme und Leistung unzähliger Maschinen. Die Ressourcen zu schonen, die Umwelt intakt zu erhalten und gleichzeitig einen hohen Lebensstandard zu sichern ist eine der wichtigsten Aufgaben der Gegenwart und Zukunft. Nur der bewusste Umgang mit der Energie kann dem Menschen über die Generationen hinweg seine Lebensqualität erhalten. Eine Lösung aller Energie- probleme wird es nicht geben, jedoch kann jeder zu der Lösung eines Teilproblems beitragen. Um den rasant steigenden Energieverbrauch der Menschheit decken zu können müssen wir umdenken. Sowohl was die Produktion, als auch was den Ver- brauch von Energie anbelangt. Erneuerbare Energien machen die Bevölkerung unabhängig von Öl- oder Gasimporten und gewährleisten eine Vermeidung von Rohstoffkonflikten mit anderen Ländern. In ärmeren Staaten könnten erneuerbare Energien dazu beitragen die Bevölkerung an das Bildungs- und Kommunikationsnetzwerk anzuschließen, was in Folge dessen auch Armut bekämpfen könnte.

Ein großer Beitrag der erneuerbaren Energien ist ihr Klima schützender Charakter. „Allein im Jahr 2005 konnten in Deutschland 83 Mio. Tonnen CO2- Emissionen vermieden werden, was 10% des gesamten deutschen energiebedingten CO2- Ausstoßes entspricht. 2006 betrug der Minderungsbetrag schon 97 Mio. Tonnen CO2.“ 


4. Probleme  und Vorteile der erneuerbaren Energien

Obwohl die Nutzung von Windenergie und Wasserkraft keine Abfälle oder Emissionen erzeugt, gibt es doch erneuerbare Energien wie Holz, die bei der Verbrennung ebenfalls Schadstoffe freisetzen. Dazu gehören Feinstaubemissionen sowie der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid.  Während die Sonnenenergie sauber und unendlich ist, müssen dennoch alte Solarzellen gesondert entsorgt werden.
Obwohl man sagen kann, dass erneuerbare Energien saubere Energieträger sind, kommt es auch in ihrer Verwendung zu Hinterlassenschaften, die der Umwelt schaden könnten. Diese sind natürlich nicht mit den Gefahren der Atomenergie zu vergleichen, da bei dieser neben dem Restrisiko der Kernschmelze immer noch die Frage der Entsorgung der radioaktiven Brennstäbe offen ist.

Wie bei allen neuen Technologien sind auch für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien finanzielle Vorleistungen notwendig. Diese Investitionen tragen auch erheblich zum Klimaschutz bei. Der Ausbau eines schon bestehenden Kohlekraftwerks oder der Ersatz durch ein neues Werk wäre in den meisten Fällen wahrscheinlich kostengünstiger, langfristig gesehen würde jedoch ein Windenergiepark oder Ähnliches eine sozial- und umweltverträglichere Lösung darstellen.

Ich möchte soweit gehen so behaupten, erneuerbare Energien würden der Erde mehr Frieden geben. „Dies lässt sich unter anderem mit 300 gezielten Anschlägen, zwischen 2003 und 2005, auf Ölanlagen, in Form von Förderanlagen und Pipelines,  begründen, welche im Irak ausgeübt wurden.“  Durch ihre Monopolstellung stellen Öl, Erdgas, Uran und Kohle auch eine riesige Kapitalmacht sowie eine politische Macht dar, wodurch Staaten von anderen abhängig werden könnten, was diese wiederum durch Gelderpressung oder sonstiges ausnützen könnten. Da erneuerbare Energien wie Wasser, Wind und Sonne jedoch in jedem Land vorkommen, könnte sich daraus eine Macht entwickeln, welche weder gesellschaftlich noch politisch gefährlich werden kann.

Ein weiterer Punkt sind technische Risiken welchen erneuerbare Energien viel weniger unterliegen als zum Beispiel ein Atomkraftwerk. Wozu jedoch auch gesagt werden muss, dass wir, wenn wir erneuerbare Energien nutzen, von der Natur abhängig sind. Wenn ein Fluss austrocknet hat jede Anlage, welche dessen Wasserkraft genutzt hatte, von heute auf morgen keinen Nutzen mehr.


5. Vorschläge alternativer Energien


5.1.Biomasse

Biomasse ist die, von Pflanzen chemisch gespeicherte Form des Sonnenlichts. Werden diese Pflanzen nun von Tieren gefressen stellen diese Biomasse in Form von Dung und Gülle her.
Es gibt also drei Formen der Biomasse:
–    Nasse Biomasse wie Dung, Gülle und Grünschnitt: Sie erzeugt durch Vergärung unter Luftabschluss Biogas, welches wiederum zur Strom- und Wärmeproduktion dient.
–    Trockene Biomasse wie Holz und Stroh: Sie eignet sich zum Verbrennen und somit zur Wärme- und Stromerzeugung.
–    Spezielle Energiepflanzen wie Raps, Chinaschilf und Pappeln: Diese eignen sich zusätzlich als Biomasse in Form von Brenn- und Treibstoff.
Biomasse ist insofern von Vorteil, da sie Entsorgungsprobleme (nasse- und trockene Biomasse) reduziert, die aufwändig und teuer sind. Die Rentabilität einer Biogasanlage steigt, je größer die Anlage ist. „Bundesweit gab es Ende 2001 ca. 1.650 Biogasanlagen, welche in den meisten Fällen von bäuerlichen Familienbetrieben geleitet wurden.“  Ein weiterer Vorteil der Biomasse liegt in ihrer CO2 Neutralität. Wenn nun also eine Biogasanlage gebaut wird, so muss der darin erzeugte Strom an anderer Stelle (Kohlekraftwerk,…) weniger erzeugt werden, was somit zu einer CO2- Minderung führt.
Zur Biomasse gehören außerdem noch Holz, Pellets, Hackschnitzel, Deponie-, Klär- und Grubengas.

5.2.Solarenergie

Solarenergie gibt es in vielen Varianten, dies beginnt schon damit, die Wäsche zum Trocknen in die Sonne zu hängen. Ich möchte die Photovoltaik (PV) näher beschreiben, da dies heutzutage die am meisten genutzte Solarenergie ist. Die Photovoltaik nutzt Solarzellen, welche durch ihr großflächiges Halbleiter- Bauelement das eingestrahlte Licht sofort in elektrische Energie umwandeln können. „Die erste Solarzelle wurde 1954 aus Silizium gefertigt und auch heute werden noch weltweit etwa 90% der Solarzellen aus diesem Material hergestellt.“  Durch das Einbringen von Fremdatomen in das hochreine Silizium entstehen zwei Schichten mit unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften. Trifft nun Licht auf die Solarzelle bewirkt die Lichtenergie, dass Elektronen von der einen Schicht in die andere wechseln. Bei Anschluss eines Verbrauchers fließt dann Strom. Solarenergie in Form von Photovoltaik erzeugt weder Lärm noch Emissionen. Auch bei der Entsorgung gibt es keinerlei Probleme. Ein weiterer Pluspunkt für die Photovoltaik ist ihre enorme Lebensdauer von mindestens 20 Jahren und die Nutzung von Silizium, welches das zweithäufigste Element der Erdrinde ist. Wenn man alleine die Materialkosten einer Photovoltaikanlage ansetzt, kostet diese oft nicht viel mehr als andere edle Fassadenverkleidungen. Der Strom aus PV fällt dabei quasi kostenlos an, wenn die vermiedenen Kosten gleich hoch wie die Kosten der PV- Anlagen sind.

5.3.Windkraft

Noch bis zur vorletzten Jahrhundertwende wurde Windkraft in Form von Windmühlen genutzt. Wer hätte geahnt, dass diese bald wieder ins Gespräch kommen? Windkraft wird heutzutage durch Windparks, errichtet vor den Küsten im Meer oder auf Höhenrücken, gewonnen. „Eine durchschnittliche Windkraftanlage verhindert im Laufe ihrer Nutzungsdauer von etwa 20 Jahren den Abbau von rund 80.000 Tonnen Braunkohle.“  Hersteller von Windkraftanlagen, Zulieferer und Windkraftprojektierer haben in den letzten Jahren rund 40.000 Arbeitsplätze geschaffen. Nach der Automobilbranche ist die Windindustrie mittlerweile der zweitgrößte Kunde der deutschen Stahlwerke geworden.

5.4.Erdwärme

Im Erdinneren sind unvorstellbare Energiemengen gespeichert. Über 99% des Erdvolumens ist heißer als 1.000° C. Die Temperatur nimmt in der Erde bei steigender Tiefe ständig zu; in Mitteleuropa sind das 3°C pro hundert Meter Tiefe.
Diese Energie kann durch ein ca. 100 Meter langes Bohrloch mit eingebautem Doppel- U- Rohr als Wärmetauscher genutzt werden. Eingepumptes Wasser nimmt in der Tiefe Wärme auf und kommt erwärmt nach oben.  Diese Funktionsweise der Erdwärme nennt man Geothermie. Deutschland ist aber keineswegs Vorreiter dieser Entwicklungen. Italien feierte vor geraumer Zeit das 100- jährige Jubiläum des ersten geothermischen Kraftwerks. Deutschland zog erst Mitte der Achtziger Jahre mit drei geothermischen Heizzentralen in der ehemaligen DDR (Waren, Prenzlau und Brandenburg) nach.

5.5.Wasserkraft

Wasserkraft begegnet uns heutzutage in vielerlei Formen. Es gibt Staudämme in Flüssen, Seen von welchen das abfließende Wasser zur Energiegewinnung genutzt wird und die Energie, welche durch die Gezeiten (Ebbe und Flut) im Meer entsteht. Ich möchte speziell auf das Prinzip des Osmosekraftwerks eingehen, da dieses erst am 30. November diesen Jahres von Forschern aus Norwegen veröffentlicht wurde. Es handelt sich dabei um einen Süßwasser- und einen Salzwasserstrom, die getrennt durch eine Osmoseschicht in einen riesigen Behälter geleitet werden. Obwohl der Stand der Flüssigkeiten gleich hoch ist, kann das Süßwasser durch die permeable Osmoseschicht in das Salzwasser gelangen. Da die Salzmoleküle zu groß sind, kann kaum Salzwasser auf die andere Seite der Schicht gelangen. Dies bewirkt, dass der Pegel des Salzwassers steigt, welches dann durch ein Schaufelrad abfließt und dabei Strom erzeugt. Es kommt, durch die unerschöpfliche Wasserzufuhr von Fluss und Meer, zu keinerlei Energieverbrauch bei ständiger Stromgewinnung.

6. Wie steht der Staat zu erneuerbaren Energien?

„Entscheidend ist, den Nachhaltigkeitsgedanken im Alltag zu verankern. Denn Nachhaltigkeit ist in der Umsetzung anspruchsvoll und nicht immer bequem, wenn Entscheidungen getroffen werden, deren positive Wirkung sich erst zu einem späteren Zeitpunkt zeigen.“  Unter der Überschrift „Jetzt das Morgen gestalten“ veröffentlichte Baden- Württemberg vor geraumer Zeit eine Strategie der Nachhaltigkeit. Diese Strategie besteht aus einer operativen und einer strategischen Ebene. Auf der operativen Ebene werden landesweite Projekte gestartet und auf der strategischen Ebene werden Ziele einer nachhaltigen Entwicklung für Baden- Württemberg entwickelt.

6.1.Das Erneuerbare– Energien– Gesetz (EEG)

Es trat erstmals am 1.4.2000 in Kraft. Dabei handelt es sich um die Förderung der regenerativen Energiequellen. Dies geschieht durch Regelung der Abnahme und Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenem Strom durch Netzbetreiber. Der Staat unterstützt jedoch Konsumenten, welche auf erneuerbare Energien umgestiegen sind, unterschiedlich. So wird zum Beispiel Windkraft nicht so sehr gefördert wie Photovoltaik, da die erzeugte Kilowattstunde bei dieser Methode der Energiegewinnung mehr kostet.
2008 und 2009 wurde das Gesetz aufbereitet und bis 2020 das Ziel gesetzt den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf 30% zu erhöhen. Auch im Bereich der Wärmeerzeugung sollen bis 2020 14% von erneuerbaren Energien erzeugt werden. Jedoch nimmt die finanzielle Förderung mit der Zeit ab, damit die Erzeuger erneuerbarer Energien gezwungen werden noch preiswerter zu produzieren.
Der Nutzen des Gesetzes liegt nicht nur darin, die Ressourcen der Erde zu schonen, sondern auch darin, Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien zu schaffen.

6.2.Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien

„In den letzten zwei Jahren hat sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich nahezu verdoppelt. Bis zum Jahr 2020 sollen laut BMU über 400.000 Menschen in Deutschland im Bereich Erneuerbare Energien beschäftigt sein.“  Eben jene Arbeitsmarktvorhersagen werden auch durch den Zeitungsartikel „Ökostrom als Jobmotor“ verdeutlicht, in welchem sogar von 80 neuen Arbeitsplätzen täglich gesprochen wird. Um diese enorm hohen Zahlen zu realisieren, sprechen Experten von einer Vervierfachung der Beschäftigten in der Branche seit 1998. Der Not an Fach- und Führungskräften in der nahen Zukunft wird mit 250 verschiedenen Studiengängen zum Thema erneuerbare Energien entgegengewirkt. „Noch vor 15 Jahren gab es kaum Akademiker im Bereich von Biogas. Heute liegt ihr Anteil bei 35% und wird bis zum Jahr 2015 auf etwa 60% ansteigen.“
Auch im Bereich der Kohlegewinnung kam es in den letzten Jahren in Deutschland zu starken Veränderungen. So wurde die deutsche Steinkohleförderung von ca. 50 Mio. t im Jahr 1997 auf 21,3 Mio. t in 2007 verringert. Dies hatte auch Folgen für die Beschäftigten, die von 84.000 auf 30.054 reduziert wurden. Laut Regierung soll jedoch die komplette subventionierte Steinkohleförderung in Deutschland bis Ende des Jahres 2018 sozialverträglich beendet werden. Sozialverträglich im Sinne von finanziellen Verpflichtungen des Bundes im so genannten „Auslaufprozess“.

Nun fragt man sich natürlich, wie man sozialverträglich Arbeitsplätze streichen kann:
Eine Möglichkeit ist hierbei die geförderte Weiterbildung der ehemals in Kohlekraftwerken Beschäftigten jüngeren Alters, um im Bereich der erneuerbaren Energien Fuß zu fassen. Dazu kommen Abfindungen und Übergangshilfen. Für die älteren Beschäftigungen sind vorzeitige Pensionierungen vorgesehen.

6.3.Die Ökosteuer

Auch die Ökosteuer hatte einen positiven Effekt auf den Energieverbrauch der Bevölkerung, so konnten nach deren Einführung steigende Zahlen der Passagiere im öffentlichen Nahverkehr festgestellt werden. Zudem muss festgehalten werden, dass es sich bei der Ökosteuer keineswegs um eine erhöhte Steuerlast für den Bürger handelt, vielmehr werden die Lohnnebenkosten des Bürgers gesenkt. Das alles wird aufkommensneutral genannt. Die Ökosteuer ist somit eine aufkommensneutrale Steuer.

6.4.Subventionen

von zinsgünstigen Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über Bonuszahlungen von den Stadtwerken bis hin zu Prämien vom Bund.
„Wenn man als Hausbesitzer sein Eigenheim umbaut hat das eigentlich nur Vorteile.“  So können Hausbesitzer bis zu 13.000 Euro vom Kreditinstitut für Wiederaufbau erhalten, wenn sie ihr Haus nach ökologischen Standards sanieren. Es werden jedoch nicht nur größere Anschaffungen, sondern auch kleine Einmalzahlungen, wie zum Beispiel für das Austauschen eines Nachtspeicherofens getätigt.

7. Wie nimmt die Bevölkerung erneuerbare Energien auf?

Wie der Grafik zu entnehmen ist [aufgrund Urheberrecht entfernt], wird die Nutzung der fossilen und nuklearen Energieträger immer weiter abnehmen. Dafür nimmt die Nutzung der erneuerbaren Energieträger sowie Solarstrom und solarer Wasserstoff immer mehr zu.

Dessen muss sich der Otto- Normalverbraucher bewusst sein. Schnell wird aber klar, dass sich viele Verbraucher noch nicht richtig angesprochen fühlen. „Sollen doch die anderen damit anfangen“ – gehört immer öfter als Entschuldigung für den weiteren Gebrauch von fossilen Energieträgern dazu.
Fakt ist, dass der Umbau des Eigenheims für die Nutzung von erneuerbaren Energien zwar die Umwelt schützend wäre, jedoch sehr teuer ist. In Zeiten einer Wirtschaftskrise ist das oft der springende Punkt weiterhin fossile und nukleare Energieträger zu nutzen. Um dem entgegen zu wirken, erhalten Konsumenten der erneuerbaren Energien staatliche Vorteile, welche auch in der nahen Zukunft noch weiter gesteigert werden. Dies soll einen Anstieg der Zahl der Nutzer bewirken, was nicht nur ein Vorteil für jede einzelne Person, sondern auch für die gesamte Bevölkerung bedeuten würde. Auch die neu geschaffenen Arbeitsplätze werden der Bevölkerung zu Gute kommen, was diese hoffentlich auch zu schätzen weiß.

8. Blick in die Zukunft

Trotz Finanzkrise wird der Markt mit den erneuerbaren Energien weiter zunehmen. Die Menschheit ist sich der wichtigen Aufgabe Energie zu sparen bewusst und hat damit begonnen sich verstärkt für die Umwelt einzusetzen. Wie der Grafik zu entnehmen ist, sehen unter 1000 Führungskräften der deutschen Wirtschaft  und mittelständischen Unternehmen 96,1% die erneuerbaren Energien als Wachstumsmarkt.
Auch die Regierung wird in den nächsten Jahren verstärkt die erneuerbaren Energien unterstützen. Viele neu gegründete Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien werden sich stetig vergrößern, nicht nur im Bereich der Unternehmensfläche, sondern auch in der Anzahl ihrer Mitarbeiter. Deutschland befindet sich zurzeit, an einer der führenden Positionen im Bereich der erneuerbaren Energien. Wenn die Zahl der Unternehmensgründungen weiterhin so steigt wie bisher, wird das Deutschland der Zukunft auch eine führende Position in der Weltenergiegewinnung einnehmen.

 


Quellen

Literaturquellen

  • „Der Jugend Brock Haus“, Band 2 Gro-Pia, Leipzig; Mannheim: Brockhaus
  • „Der Jugend Brock Haus“, Band 1 A-Gri, Leipzig; Mannheim: Brockhaus
  • „Welt der Wunder – Zukunft Energie“, Burgschmiet Verlag, 2001
  • „Pocket Teacher Abi“, Wirtschaft, Cornelson Verlag, 2007
  • „Erneuerbare Energien“, Peter Hennicke und Manfred Fischedick, Verlag C.H. Beck Wissen oHG, München, 2007
  • „Das Solarbuch – Fakten, Argumente, Strategien“, Energieagentur Regio Freiburg, Walter Witzel und Dieter Seifried, 2004
  • „Zukunftsenergien- Die Wende zum nachhaltigen Energiesystem“, Craig Morris, Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co KG, Hannover, 2005

Internetquellen

  • http://www.nachhaltigkeitsstrategie.de/
  • http://www.badenwürttemberg.de/de/Nachhaltigkeitsstrategie_Baden-Wuerttemberg/164272.html

Bilderquellen

  • Deckblatt: Google Bilder: Erneuerbare Energien Cartoons
  • http://www.wbgu.de/Images/pp2004_Abb1.gif

Filmquelle

  • http://www.youtube.com/watch?v=1KqXO0EMMGg&feature=player_embedded

Sonstige Quellen

  • Osmosekraftwerk: Jugend forscht Projekt von Jonas Hausmann
  • Schwäbische Post, Zeitungsartikel „Ökostrom als Jobmotor“, 23.11.2009