HouseofCardsposterDer oskarprämierte Produzent David Fincher hat mit House of Cards eine sensationelle Politik-Serie gedreht – einen großen Anteil daran hat Kevin Spacey, der in seiner Rolle als Francis (Frank) Underwood einen psychopathischen Politik-Puppenspieler verköpert, der emotionslos seine Marionetten tanzen lässt. Die Serie läuft in Deutschland im Pay-TV auf Sky Atlantik HD.

 

Ein Rachefeldzug gegen die gesamte politische Führung

Die Handlung in House of Cards (zu deutsch Kartenhaus… Sinnbildlich für die Karriepläne mancher Figuren) dreht sich um den Kongressabgeordneten Frank Underwood, der maßgeblichen Anteil am Sieg des demokratischen Präsidentschaftskandidaten hatte. Anstatt Underwood jedoch zu belohnen, befördert der Präsident einen anderen Politiker in das Amt des Außenministers. 

Um sich an dieser Demütigung zu rächen, beginnt Underwood ein zynisches Ränkespiel, um sich selbst an höchste Stellen zu intrigieren. Sein erstes Opfer ist dabei bereits der Außenminister, der ihm vorgezogen wurde – mit fingierten Aussagen, an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfen und bestochenen Zeugen bringt er den Außenminister zu Fall, bevor dieser überhaupt in seinem Amt bestätigt war. 

Sekundiert wird Underwood dabei von seiner skrupellosen und kalten Ehefrau und seinem Büroleiter, der ihm an Kaltblütigkeit ebenso in nichts nachsteht. Mit kühler Rationalität lenken sie ihre Marionetten, um ihre Ziele zu erreichen. Eine dieser Marionetten ist der alkohol- und drogenabhängige Abgeordnete Russo, der im Verlauf der Serie seine gesamten Überzeugungen verraten muss, dafür aber die Kandidatur als Gouverneur angetragen bekommt. 

Die Medienmaschinerie wird durch die junge Reporterin Zoe Barnes verkörpert, die von Underwood benutzt wird, um Informationen an die Öffentlichkeit durchzustechen. 

 

Dieser Polit-Thriller ist bösartig und kaltblütig

Die Hauptpersonen sind kaltblütig: Persönliche Freundschaften müssen hinter politischen Zielen anstehen – verdeutlicht durch die deutliche Aussage: „Freunde können zu den schlimmsten Feinden“ werden. Als Zuschauer muss man sich des öfteren verdeutlichen, dass eben Fiktion vorliegt und die Verhältnisse in der realen Politik nicht so sind – und falls doch, dass das nicht richtig sein kann. 

Spacey als Frank Underwood steht total im Fokus der Handlung – auf ihn ist alles aufgebaut, er baut an dem Kartenhaus, das jederzeit einstürzen kann… Es ist faszinierend, diesem Psychopathen der Politik und Macht bei seinem Rachefeldzug zuzusehen. 

 

Trailer

 

Schnelle Handlung und neue Erzählweise

Oft wird die Figur eines unbekannten Erzählers verwendet, um die Handlung zu kommentieren – auf diesen wird bei House of Cards verzichtet. Underwood durchbricht die Handlung, wenn er sich der Kamera zuwendet und direkt zu den Zuschauern spricht.

Auch ist die Handlung erfreulich schnell – bereits in der ersten Folge werden die wichtigsten Figuren eingeführt, reiht sich Ereignis an Ereignis und werden bereits die ersten Konkurrenten gestürzt. Diese Schnelligkeit verdeutlicht am besten den hektischen Politikbetrieb, der kaum Zeit zum Luftholen lässt.

 

 

House of Cards läuft derzeit im Pay-TV auf Sky Atlantik HD und wurde vom Internetdienst Netflix produziert. Eine zweite Staffel wird derzeit produziert. 

Das Bild wurde der Wikipedia entnommen