Kampagne für Mindestlohn, am 1. Mai 2009 bei der DGB-Kundgebung auf dem Markt (Lübeck) http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:HLMindestlohn.JPG MrsMyer cc-by-sa 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode von Wikipedia
Kampagne für Mindestlohn, am 1. Mai 2009 bei der DGB-Kundgebung auf dem Markt (Lübeck)
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:HLMindestlohn.JPG
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Der Bundestag hat mit überwältigender Mehrheit einen Mindestlohn in Form einer Lohnuntergrenze beschlossen. Im Politik-Forum wurde das Thema ebenfalls kontrovers diskutiert. Im Folgenden einige interessante Stimmen:

 

Noswell

Auf jeden Fall! Ich bin Befürworter des Mindestlohns. Die Ausrede der Union ist, dass sich Politik nicht ins Arbeitsleben der Bevölkerung einmischen sollte, jedoch halte ich das für absolut falsch. Denn wozu gehen wir denn in die Schule? Warum ist denn Bildung so wichtig? Wie kann man denn heut zu tage nur in unserem System überleben? Genau, mit Geld und das kommt durch Arbeit. Also ist Arbeit durchaus ein Thema, welches jeden Bürger betrifft und gerade bei solchen Punkten verlange ich Handlung der Regierung bzw. der Politik! Des Weiteren ist das Argument des Stellenabbaus für mich nur bedingt richtig, denn warum sollte jemand in einem der neuen Bundesländer seinen Friseur wechseln, nur weil dort die Preise etwas gestiegen sind, um den höheren Lohn zu bezahlen? Dort im Umkreis wird er keinen billigeren mehr finden, weil letztendlich alle mitziehen müssen… Grob gesagt: Solange Nachfrage nach wie vor vorhanden ist, werden keine Leute entlassen, um Geld einzusparen. Das würde doch auch Verlust für den Arbeitgeber bedeuten. Ich persönlich bin auf jedne Fall nicht abgeneigt mehr Geld zu bezahlen, um fairere Löhne zu finanzieren.

 

Renegat

Wenn die alle den Mindestlohn erhalten, können sie selbst auch mehr ausgeben und Dienstleistungen können nicht so einfach ins Billiglohnausland ausgelagert werden.  Also warum sollte das nichts bringen? In anderen Ländern klappt es doch auch.

 

Titus Feuerfuchs

Auch im Fall der sog. „Aufstocker“ greift der Staat zuviel ein. Es kann nicht sein, dass der Staat die Mitarbeiter eines Unternehemens mitentlohnt. Das ist extrem marktverzerrend. So haben die Unternehmen, die ihre Mitarbeiter anständig entlohnen, einen Wettberbsnachteil. Da ist ein Mindestlohn die bessere Variante.

 

Orianne

Wir in der Schweiz hatten ja eine Abstimmung über den Mindestlohn, er wäre bei CHF 4.000.– angesetzt worden, das wären <3.300 Euro. Das tönt nach viel Geld, ist es aber nicht, wenn man Miete, Krankenkasse, Versicherung und andere Fixkosten nimmt, dann bleibt da nicht mehr viel übrig. Ausserdem hätten sich viele Geschäfte das gar nicht leisten können, sie hätten Leute entlassen müssen, und die wären dann auf dem Sozialamt gelandet, deshalb war ich gegen einen Mindestlohn.

 

Spartaner

Die jetztige Reglung über den Mindeslohn finde ich positiv. Mindeslohn kann es aber nicht flächendeckend geben und nicht in jeder Branche. Dies würde Arbeitsplätze vernichten.