Good night, and good luck ist ein bereits im Jahr 2005 erschienener Politikfilm über die Kommunistenverfolgung in der McCarthy-Ära. Der Film ist sehr klug gedreht, beleuchtet verschiedene Komplexe und erzeugt ein authentisches Bild der 50er Jahre – den Regisseuren gelang die Leistung, dass der Zuschauer angeregt wird, über die politische Realität im 21. Jahrhundert nachzudenken.

 

Die Handlung

201px-Joseph McCarthyDer Film behandelt die Auseinandersetzung des amerikanischen Fernsehjournalisten Edward R. Murrow mit dem Senators Joseph McCarthy. In den Jahren 1953 und 1954 setzte sich der beim Fernsehsender CBS angestellte Murrow mit der Kommunistenverfolgung unter dem Wisconsiner Senator auseinander. In den Vereinigten Staaten herrschte damals ein Klima von Verleumdung und Repression. Bereits die Anschuldigung an einer kommunistischen Versammlung teilgenommen zu haben, reichte aus, um einen Menschen zu verfolgen.

Murrow konnte diese Vorgänge nicht mit seinem Demokratieverständnis vereinbaren und sendete einen Beitrag (trotz Schwierigkeiten mit der Geschäftsleitung und den Sponsoren) über einen Soldaten, der aus dem Militärdienst ohne Verhandlung entlassen wurde. Er hätte seine Familie denunzieren sollen – die eigene Anklage war in einem Briefumschlag übergeben worden, dessen Inhalt faktisch unbekannt war.

In einem weiteren Beitrag zeigte Murrow mit Zusammenschnitten von Aussagen McCarthys dessen Widersprüche auf. Darauf folgte eine Gegendarstellung McCarthys, die ihm jedoch nicht zu helfen mochte.

 

 

Themenkomplexe

Der Film ist anspruchsvoll und es ist ratsam, mit Vorwissen und Recherche den Film zu sehen. Es werden folgende Themenkomplexe bearbeitet:

  • Die Verfolgung einer Minderheit durch eine Mehrheit, die zur Auslöschung der Minderheit und damit faktisch zur Diktatur führen kann.
  • Die Probleme von anonymer Denunziation und Verleumdung, mit der vor allem öffentliche Personen in ihrem Ansehen und Ruf oft grundlos beschädigt werden können.
  • Die anfänglichen Schwierigkeiten der Sendeanstalten mit objektiver Berichterstattung: Kann es eine objektive Berichterstattung mit positiven und negativen Argumenten geben, wenn das Unrecht offensichtlich ist?
  • Die Abhängigkeit der Medien von Industrie und Unternehmertum und der Einfluss derselben auf die Berichterstattung.
  • Wann tritt Zensur zu Tage – zensiert nicht auch der Journalist, in dem er bestimmte Positionen außen vorlässt, die seine Argumentation schwächen würden. Sehr anschaulich ist dies im Film portraitiert, als der Senderchef Murrow darauf anspricht, dass er einen berfreundeten Kollegen bei einer Richtigstellung nicht in Schutz genommen hat, um nicht selbst als „Roter“ und „Freund eines Roten“ gebrandmarkt zu werden.
  • Die Schwierigkeit investigativen Journalismus, der anspruchsvolle Themen bearbeitet – Murrow und sein Freund mussten Kosten aus eigener Tasche bezahlen.

 

Schauspieler

Der Film Good night, and good luck kann mit einem Ensemble an internationalen Hollywood-Stars aufwarten. George Clooney spielt einen Kollegen von Murrow und arbeitete selbst am Drehbuch mit. Robert Downey Jr. ist ebenso zu sehen, wie Ray Wise (Reaper – ein teuflischer Job) und Frank Langella (Zorro, Wall Street)

 

Den Film online beziehen

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Der Titel

Der Titel Good night and good luck bezieht sich auf die Verabschiedung Murrows von seinem Publikum. Er endete seine Sendungen stehts mit den Worten „Gute Nacht und viel Glück“ (good night and good luck)