bosbachWolfgang Bosbach äußerte sich in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL zu seiner tödlichen Krebserkrankung und seiner erneuten Kandidatur für den Bundestag. Der Bundestagsabgeordnete des Rheinisch-Bergisches Kreises leidet an fortgeschrittenem Prostatakrebs mit Metastasenbildung (Knochen). 

Bosbach ist Vorsitzender des Innenausschusses und war von 2000 – 2009 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion. Den Rheinisch-Bergischen Kreis vertritt er seit 1994 als Parlamentarier. Nach einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und späterer Tätigkeit als Supermarktleiter, studierte er Rechtswissenschaft in Köln und war bis zu seinem Einzug in den Bundestag als Anwalt tätig (1991 – 1994)

Nach dem Wahlsieg der CDU bei der Bundestagswahl 2005 war Bosbach als Innenminister im Gespräch – Angela Merkel gab jedoch Wolfgang Schäuble den Vorzug. In der jetzigen Legislaturperiode geriet Bosbach durch seine strikte Ablehnung der Rettungsschirme in die Schlagzeilen. Für einen Skandal sorgte hierbei Kanzleramtschef Ronald Pofalla, der Bosbach wüst beschimpfte.

Bosbach ist aufgrund seiner bodenständigen und umgänglichen Art, seiner werteorientierten Politik und seiner Unabhängigkeit sehr beliebt. Trotz seiner schweren Erkrankung möchte Bosbach seinen Wahlkreis als direkt gewählter Abgeordneter eine weitere Legislaturperiode im Bundestag vertreten.

 

Bild: © Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)